Mit der Investitionsrechnung Investitionen genau berechnen
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Wäre es nicht schön, wenn man schon im Voraus wüsste, ob es sich wirklich lohnt eine gewisse Summe Geld in ein bestimmtes Projekt zu investieren oder nicht? Die Investitionsrechnung bringt diejenigen, die sie beherrschen, diesem Traum zumindest ein bisschen näher und so auf die sicherere Seite. |
Was ist eine Investition?
In der Regel wird unter einer Investition das Anlegen finanzieller Mittel in Sachmitteln oder Geldeinlagen zum Zwecke der Gewinnerwirtschaftung verstanden. Eine Investition ist damit immer Teil der Geschäftsprozesse und kann sowohl kurzfristiger als auch langfristiger Natur sein. Vor allem die Anschaffung von Produktionsmitteln wird häufig als Investition betrachtet. Dabei sind die anfallenden Kosten, keine Kosten im Sinne von Betriebsausgaben, sondern eher eine Umwandlung des Vermögens von Geld- in Sachwerte, da dieses ja im Unternehmen verbleibt.
Für die Investitionsrechnung werden im Detail zwei verschiedene Investitionsbegriffe benötigt:
- Die statische Investitionsrechnung betrachtet eine Investition als Überführung von Geld in Sach- oder Finanzmittel.
- Die dynamische Investitionsrechnung betrachtet alle Ein- und Auszahlungen als Strom der Investitionen.
Wofür wird die Investitionsrechnung benötigt?
Unter dem Begriff „Investitionsrechnung“ sind verschiedene mathematische Rechentechniken zusammengefasst, welche eine möglichst objektive Bewertung verschiedener Investitionsmöglichkeiten ermöglichen soll. Sie stellt eine Entscheidungshilfe dar und ist vor allem für die Vorauswahl von Bedeutung.
Dafür versucht sie rechnerisch die finanziellen Konsequenzen einer einzelnen Investition aufzuzeigen und ihre Vorteil- oder Nachteilhaftigkeit möglichst genau und korrekt darzustellen. Dabei ist die Investitionsrechnung neben weiteren Faktoren, wie rechtlichen, technischen oder auch ökonomischen und persönlichen Präferenzen, einer der wichtigsten Aspekte bei Investitionsentscheidungen.
Was ist die statische Investitionsrechnung?
Bei der statischen Investitionsrechnung werden die Zeitverläufe und ihre Auswirkungen nicht mit einbezogen, sondern es werden Durchschnitts- und Mittelwerte gebildet. Dadurch wird nicht nur der Aufwand für die Erhebung der nötigen Daten geringer, sondern auch die Rechnungen an sich werden weniger komplex. Die statische Investitionsrechnung eignet sich deswegen besonders gut um kurzfristige Betrachtungen anzustellen. Ihr fehlt es allerdings vor allem bei sehr unterschiedlichen Werten für die Durchschnittsberechnung an Präzision.
Die rechnerischen Methoden der statischen Investitionsrechnung sind:
Kostenvergleichsrechnung |
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Gewinnvergleichsrechnung |
Erlös je Einheit – Kosten je Einheit = Gewinn je Einheit |
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Rentabilitätsrechnung |
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Amortisationsrechnung |
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Was ist die dynamische Investitionsrechnung?
Im Vergleich zur statischen Methode werden bei der dynamischen Investitionsrechnung auch die Zeitpunkte der Ein- und Auszahlungen mit in Betracht gezogen. Dies erhöht zwar den Rechenaufwand, ermöglicht aber auch eine genauere Berechnung der Kosten und Erlöse. Hier steht vor allem die Wirtschaftlichkeit im Zentrum – denn nur wenn bei einer Investition die Erlöse auch die vorausgegangenen Kosten übersteigt ist sie auch wirtschaftlich.
Die rechnerischen Methoden der dynamischen Investitionsrechnung sind:
Kapitalwertmethode |
Σ der Abzinsungsfaktoren des Jahres * Überschuss des Jahres = Kapitalwert |
Endwertmethode |
Σ der Aufzinsungsfaktoren des Jahres * Überschuss des Jahres = Endwert |
Methode des internen Zinsfußes |
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Annuitätenmethode |
Kapitalwert * Kapitalwertwiedergewinnungsfaktor = Annuität |
Wie wird die Entscheidung für eine konkrete Investition gefällt?
Um eine Investitionsentscheidung auf Basis der Investitionsrechnung fällen zu können, sollten immer sowohl die Methoden der dynamischen als auch der statischen Investitionsrechnung hinzugezogen werden.
Außerdem sollten wenn möglich diese objektiven Ergebnisse mit subjektiven Kriterien wie persönlichen Präferenzen kombiniert werden.
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(i = Zinssatz)